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Ship of Tolerance – Ilya & Emilia Kabakov
Einweihung des Schiffes am Samstag, 19.05.2018
Laufzeit 20.05.2018 – Oktober 2018

Ilya & Emilia Kabakov, Ship of Tolerance, Kunsthaus Zug, Foto: Jens Krauer
Ilya & Emilia Kabakov, Ship of Tolerance, Kunsthaus Zug, Foto: Jens Krauer   

Am 10.11.2017 um 10 Uhr fand im AIDA Home das erste offizielle Pressegespräch der Kunsthalle Rostock zum Projekt "Ship of Tolerance" von Ilya und Emilia Kabakov statt. Es wurde die Übernahme der Schirmherrschaft bekannt gegeben und ein Grußwort der Ministerpräsidentin verlesen. Unter Anwesenheit vieler Unterstützer und Medienpartner wurde das Projekt vorgestellt und die Projekt-Webseite www.sot-rostock.de präsentiert, diese informiert über den Verlauf der Aktivitäten.

Das „Ship of Tolerance“, ein weltumspannendes Kunstprojekt des Künstlerehepaares Ilya & Emilia Kabakov, kann durch die Initiative der Kunsthalle Rostock erstmals in Deutschland gezeigt werden. Am 19. Mai 2018 wird das rund zwanzig Meter lange Holzschiff im Rahmen des 13. MV-Tages feierlich eingeweiht und geht im Rostocker Stadthafen vor Anker.

Mit dem „Ship of Tolerance“ wollen Ilya und Emilia Kabakov Menschen verschiedener Kontinente, Kulturen und Identitäten verbinden, indem sie diese aktiv in das Projekt einbeziehen. Im kollektiven Entstehungsprozess des Schiffes soll der Respekt gegenüber fremden Kulturen und Ideen sowie die Akzeptanz der Unterschiede vermittelt werden.

Seit Juli 2017 laufen die aktiven Vorbereitungen für die Installation in Rostock. Neben der Übernahme der Schirmherrschaft durch die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Frau Manuela Schwesig, konnten beeindruckend viele Partner aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, der Wirtschaft und von institutionellen Förderern gewonnen werden.

„Als Ministerpräsidentin kämpfe ich für ein weltoffenes und demokratisches Mecklenburg-Vorpommern. Ich werbe für ein Land, indem alle Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion und Hautfarbe friedlich mitei-nander leben können. Deshalb habe ich gern die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen.“
Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Hanse- und Universitätsstadt Rostock mit Ihren Jubiläen und Veranstaltungen im Jahr 2018 – 800 Jahrfeier, 13. MV-Tag und 38. Internationaler Hansetag – sind ebenso starke Impulsgeber wie auch die beteiligten Schulen und Einrichtungen, die an der Erstellung des Schiffskörpers und der Segelteile aktiv teilnehmen.

Mit dem „Ship of Tolerance“ lädt die Kunsthalle Rostock Menschen ein, sich intensiv mit dem Thema Toleranz und Respekt zu beschäftigen. Damit möchte die Kunsthalle Rostock einen künstlerischen Beitrag zu einem aktuellen gesellschaftlichen Thema leisten und ist gleichzeitig Teil eines weltumspannenden Projektes des Künstlerpaares.

Das erste „Ship of Tolerance“ wurde 2005 in Siwa in Ägypten gebaut, um Kindern und jungen Erwachsenen einen Rahmen für die Diskussion über Toleranz in ihrem Alltagsleben zu bieten. Auf anschauliche Weise wurden die Teilnehmer mit verschieden Kulturen und Ideen in Kon-takt gebracht und schufen persönliche, vielfach zum Nachdenken anregende Kunstwerke. Zu einem Mosaik-Segel zusammen genäht, wurden die Zeichnungen und Bilder später am Schiff installiert. Auch die kollektive Arbeit am Bau des Schiffskörpers ist Teil des künstlerischen Projekts.

Auf der Biennale in Venedig im Jahr 2005 realisierten die Kabakovs das Projekt erstmalig in Europa. Es folgten weitere Orte wie z.B. Sankt Moritz, wo es im Jahr 2010 als bestes Kunst-projekt des Jahres mit dem renommierten Cartier Award ausgezeichnet wurde.

Weitere Stationen:
Rom, Italien 2017
Zug, Schweiz 2016
New York, USA 2013
Moskau, Russland 2013
Havana, Kuba 2012
Miami, USA 2011
Sharjah, UAE 2010
St. Moritz, Schweiz 2010
Venedig, Italien 2009
Siwa, Ägypten 2005

Das Projekt hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt und bekam in den Nachrichten und über die Kulturkanäle der jeweiligen Gastländer große Aufmerksamkeit. Im kollektiven Bewusstsein jedes seiner Gastländer ist das Schiff zu einem einzigartigen Symbol geworden – zu einem Symbol, das sich im Zeichen der jeweiligen politischen und kulturellen Situation der Gastge-ber mit jedem Neustart wandelt.


Homepage zum Projekt