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Hegenbarths Palette – Grafische Bild-Geschichten
Eine Ausstellung in Kooperation mit der Hegenbarth Sammlung Berlin und dem Staatlichen Museum Schwerin, Eröffnung am 8. Juni um 16.30 Uhr

Josef Hegenbarth: Sich beißender Hund, um 1956, Leimfarbe © Hegenbarth Sammlung Berlin Josef Hegenbarth: Spaziergänger im Park, 1925, Leimfarbe © Staatliches Museum Schwerin
Josef Hegenbarth: Sich beißender Hund, um 1956, Leimfarbe © Hegenbarth Sammlung Berlin   

Josef Hegenbarth (1884-1962) war ein begnadeter Künstler, dem es gelang mit der Zeichenfeder faszinierende Geschichten zu erzählen. Der 55. Todestag und 133. Geburtstag im Juni 2017 sind ein guter Grund, den Maler, Grafiker und Illustrator zu würdigen. Zumal seine letzte Ausstellung in Schwerin vor 43 Jahren stattfand. Der Ausstellungstitel „Hegenbarths Palette – Grafische Bild-Geschichten“ verweist auf das umfangreiche und vielseitige Schaffen des Künstlers. Seine Zeichnungen erinnern zuweilen an Karikaturen oder Comics und strahlen auch für heutige Betrachter eine beeindruckende Frische aus.

Erstmalig vereint das Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin in seiner Ausstellung zwei hervorragende Hegenbarth-Sammlungen. Vom 9. Juni bis 20. August 2017 werden Originalzeichnungen aus den 1920er bis 1960er Jahre aus der Hegenbarth Sammlung Berlin und dem Kupferstichkabinett des Staatlichen Museums Schwerin gezeigt.

Die Berliner Sammlung kann auf „fabel-“hafte und oft humorvolle Tierdarstellungen und Zirkusszenen verweisen. Auch Illustrationen zu Werken der Weltliteratur, denen sich Hegenbarth Zeit seines Lebens intensiv widmete, befinden sich darunter. Vor allem mit lebensnahen Straßenszenen ist die Schweriner Hegenbarth Sammlung des Staatlichen Museums vertreten. In ihrer Art stehen die Werke George Grosz und Heinrich Zille nahe und weisen Hegenbarth als aufmerksamen Chronisten des Lebens aus.

Die Schweriner Sammlung verbindet eine ganz besondere Geschichte mit Hegenbarth. 1974 richtete der Kunsthistoriker Manfred Franz im Staatlichen Museum anlässlich des 90. Geburtstages des bedeutenden Künstlers eine Ausstellung aus. Zum Dank schenkte die Witwe Johanna Hegenbarth dem Schweriner Kupferstichkabinett einen beträchtlichen Bestand von Hegenbarth Grafiken, die nun im Schleswig-Holstein-Haus ausgestellt werden.

Die Eröffnung findet am Donnerstag, den 8. Juni um 16.30 Uhr im Beisein eines Vertreters der Stadt Schwerin und der Leihgeber Jutta und Christopher Breu aus Berlin, sowie des Kupferstichkabinetts Dr. Kornelia Röder statt. Es wird ein umfangreiches Programm geboten. Kurator der Hegenbarth-Ausstellung von 1974 Manfred Franz hält eine Einführung. Zudem gibt es ein Konzert mit musikalischen Rezitationen zu Hegenbarths Bildern von John Carlson. Der Eintritt zur Vernissage kostet 3,- Euro.

Am 10. Juni um 11.00 Uhr findet erstmalig eine Kindervernissage mit freiem Eintritt für Kinder statt. Außerdem bietet das Haus für Schulen Workshops in der Druckwerkstatt an.

Der Ausstellungseintritt beträgt 5,- und ermäßigt 3,- Euro. Die Eintrittskarte berechtigt zum mehrmaligen Besuch bis zum Ende dieser Ausstellung.

Unterstützt wird die Ausstellung durch die Stiftung Sparkasse Mecklenburg-Schwerin.

AUSSTELLUNG 10.06. bis 20.08.2017

Schleswig-Holstein-Haus
Kulturforum der Landeshauptstadt Schwerin
Puschkinstraße 12, 19055 Schwerin
Di-So 11-18 Uhr


Homepage des Schleswig-Holstein-Hauses Schwerin